DPV Gesamtkatalog 2022

ESD-Schutzmaßnahmen Überall, wo sich Menschen bewegen oder Material bewegt wird, entsteht elektrostatische Aufladung. Elektronische Baugruppen mit zunehmend kleiner werdenden Strukturen können durch elektrostatische Entladungen beschädigt oder zerstört werden. Da man die elektrostatische Aufladung nicht fühlt oder einfach mit einem Multimeter messen kann, ist es nicht leicht, Risiken für die Bauteile und Baugruppen zu erkennen. Beispiel der Auswirkung elektrostatischer Entladungen: • 3000 Volt Personen können die Entladung spüren (z.B. an Türklinken) • 100 Volt können ausreichen, um Information auf einem magnetischen Datenträger zu löschen • 50 Volt Funke kann explosive Gase entzünden • 30 Volt können elektronische Komponenten schädigen oder zerstören • 20 Volt können LEDs schädigen und dazu führen, dass sie nach einiger Zeit ausfallen. • 5 Volt reichen aus, um Leseköpfe von Harddisks während der Fabrikation zu beschädigen Die durch elektrostatische Entladungen geschädigten Bauteile können zu einem Ausfall oder zu einer Verkürzung der Lebensdauer der betroffenen Baugruppen führen. Zur Vermeidung elektrostatischer Aufladung von Personen und Material werden ESD-Schutzmaßnahmen benötigt. Ziel ist es, durch Erdung eine Aufladung zu vermeiden und aufgeladenes Material langsam zu entladen. Bereiche, die so gestaltet sind, dass elektronische Baugruppen sicher gehandhabt werden können, bezeichnet man als ESD-Schutzzonen oder EPA (Electrostatic Protected Area). Diese Bereiche werden besonders gekennzeichnet. Unabhängig von der Ausrüstung der ESD-Schutzzone müssen zusätzliche Maßnahmen eingehalten werden: • ESD-gefährdete Bauteile (ESDS) dürfen nur in der ESD-Schutzzone (EPA) verarbeitet werden • Personenerdung über Handgelenkband und ESD-Schuhe sicherstellen • Ableitfähige und andere Kleidungsstücke bedeckende Kleidung tragen • Elektrostatisch aufladbare Materialien wie PE, PVC, Styropor etc. vermeiden • Elektrostatisches Feld von > 5000 Volt/m sind zu vermeiden • Nur gekennzeichnete ESD-Verpackungen und Transportbehälter verwenden • In EPA-Schutzzonen darf nur ESD-geschultes Personal eingesetzt werden Beispiel einer ESD-Schutzzone EPA (Electrostatic Protectet Area) 19. Fersenbänder / Schuhe 13. Personen-Teststation 7. Ionisiergerät 1. Bodenmarkierung 20. Kleidung 14. Warnschilder 8. Reiniger Bodenbelag 2. Bodenbeläge 21. Folienbeutel 15. Warnetiketten 9. Reiniger Tischbelag 3. Papierkorb 22. Erdungskabel 16. Permanentüberwachung 10. Regalbeläge 4. Mess- und Prüfgeräte 23. Stühle 17. Versandschachteln 11. Ringordner / Dokumentenhüllen 5. Tischbeläge 24. Leiterplattenhalter 18. Handgelenkbänder 12. Behälter 6. Erdungsboxen Weitere Artikel finden Sie unter www.dpv-elektronik.eu

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